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Synagoge - Heřmanův Městec (Hermannstädtel)

Havlíčkova ul. 809
Heřmanův Městec, 538 03

Denkmal wird zugänglich:
10.9.2022 bis 11.9.2022: von 9:00 bis 12:00 Stunden, von 13:00 bis 16:00 Stunden

In Heřmanová Městec, im Kreis Chrudim, in der Region Pardubice, hatte die jüdische Besiedlung eine sehr lange Tradition. Die ersten Erwähnungen von Juden in Heřmanov Městec und Umgebung beginnen in historischen Quellen aus dem 15. Jahrhundert zu erscheinen. Der sehr gut erhaltene jüdische Friedhof stammt aus dem Jahr 1667. Den nächsten Aufschwung der jüdischen Ansiedlung in Heřmanová Městec markierte das Jahr 1686. In diesem Jahr dezimierte eine Pestepidemie eine große Zahl der Anwohner, so der Gutsbesitzer Graf Ferdinand Leopold Špork, lud Juden ein, die leeren Häuser zu bevölkern. Das jüdische Bethaus hat im Laufe der Jahre mehrfach seinen Standort und seine Umgebung verändert. Das älteste Bethaus der Juden von Heřmanoměsteck befand sich im ursprünglichen jüdischen Viertel in der heutigen Pokorného-Straße. Nach den Bränden im 17. Jahrhundert die jüdische Bevölkerung wurde in die heutige Havlíčkova-Straße umgesiedelt. 1760 errichteten sie dort eine barocke Synagoge, die 1870 zum heutigen neoromanischen Bau umgebaut wurde. Der Autor der Pläne war der Architekt František Schmoranz. Einige Jahre zuvor stand dort auch ein Gebäude einer jüdischen Schule, das an die Synagoge angrenzt. Bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1909 war in dem Gebäude die Schule tätig. Es war auch der Amtssitz und die Wohnung des regionalen Rabbiners. Auf Höhe des Erdgeschosses war es durch einen überdachten Balkongang mit der Frauenempore der Synagoge verbunden. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurden in der Synagoge Gottesdienste abgehalten. Nach Beginn der Besetzung wurden religiöse Zeremonien verboten. Die Ausstattung der Synagoge wurde in das Jüdische Museum in Prag gebracht. Die Platten des Zehnten wurden vom Giebel der Synagoge entfernt. Während des Krieges diente die Synagoge als Lager. Seit 1949 nutzt die Evangelische Kirche der Tschechischen Brüder ihre Räumlichkeiten für religiöse Zwecke. Die Synagoge und später das Gebäude der jüdischen Schule verfielen allmählich. Der Verbindungskorridor zwischen ihnen wurde 1952 abgerissen. Schule und Synagoge kaufte die Stadt Mitte der 1980er Jahre von der Böhmischen Brüderkirche. Um die Jahrtausendwende wurden beide Gebäude wunderschön rekonstruiert und werden kulturell genutzt. Im Rahmen des Umbaus wurde der verbindende Balkongang zwischen der Empore in der Synagoge und dem Erdgeschoss der ehemaligen jüdischen Schule wiederhergestellt. Die Tafeln mit den Zehn Geboten wurden an den Giebel der Synagoge zurückgebracht, und der hebräische Text des alten Psalms wurde an der Vorderwand wiederhergestellt. Auch ein hölzerner Tabernakel, eine hölzerne Frauenempore und ornamentale Dekoration sind erhalten geblieben. Heute dient das Gebäude der Jüdischen Schule als Galerie.

Verantwortliche Person
Vorname: Dalimil
Familienname: Nevečeřal
Telefon: 777 797 141
Die nach einem Projekt von F. Schmoranz 1870 erbaute Synagoge wurde 2001 renoviert.
 
 


Synagoga, židovský dvojdomek a bývalá židovská škola
Synagoga
 
 

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