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Dekanatskirche Mariä Himmelfahrt und Aussichtsplattform des Kirchturms – Havlíčkův Brod (Deutschbrod)

Rubešovo nám.
Havlíčkův Brod, 580 01

Denkmal kostenlos zugänglich

Denkmal wird zugänglich: 17.9.2022 von 9:00 bis 16:00 Stunden

Die Dominante der Stadt ist die grüne Barockkuppel der Dekanatskathedrale und der massive gotische Turm. Die Kirche steht nordöstlich des Havlíček-Platzes. Im Laufe der Jahrhunderte war sie untrennbar mit der historischen Entwicklung der Stadt verbunden, sie wurde durch Brände und Kriegsereignisse beschädigt und anschließend wieder instandgesetzt. Der ursprünglich frühgotische Bau aus dem letzten Viertel des 13. Jahrhunderts ist ein Werk des Deutschen Ritterordens. Der Wiederaufbau ist erst um 1380 schriftlich belegt. Während der Hussitenkriege wurde die Kirche stark beschädigt, später in verkleinerter Form restauriert und erhielt im 16. Jahrhundert einen Renaissancevorbau und eine Tribüne mit Malereien vom Ende des 16. Jahrhunderts wurden gebaut. Größere bauliche Veränderungen erfuhr sie erst in den Jahren 1633–1637, als sie einschiffig mit Kapellen an der Nordseite mit Tonnengewölbe wieder aufgebaut wurde. Die Augustiner brachten den neuen, barocken Stil in die Stadt und inspirierten auch den barocken Umbau der Dekanatskirche. In den Jahren 1706–1709 wurde unter Dekan Jan Křtitel Seidl eine Kuppel über dem Presbyterium errichtet, eine Sakristei und eine Kapelle am Ende des Presbyteriums errichtet. Dies gab dem Tempel eine völlig andere Disposition. Der Bau wurde vom örtlichen Baumeister T. Schopper ausgeführt. Die Kuppel wurde Anfang des 20. Jahrhunderts repariert. Die letzten baulichen Instandsetzungen der Kirche stammen aus den 70er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Innenausstattung der Kirche ist überwiegend barock, der frühbarocke Hauptaltar aus dem 17. Jahrhundert ist der Himmelfahrt der Jungfrau Maria geweiht. Andere Altäre stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das Epitaph der Familie Stamic ist ebenfalls barock und das Taufbecken aus Zinn stammt aus der Renaissance. Zur Zeit des barocken Marienkultes war der Altar der Hl. Ignatius beherbergt ein Wallfahrtsbild der sogenannten Schwarzen Madonna, Beschützerin der Stadtbewohner vor den Schrecken von Krieg und Krankheit. In der Kapelle St. Barbory ​​befindet sich ein Rokokoaltar mit einem Bild, das der Broder Bürger J.F. Stamic, Bruder des Musikkomponisten J.V. Stamic, gemalt hat. Sie wurde von der abgerissenen Barockkapelle St. Barbory, das ursprünglich östlich hinter der Dekanatskirche stand und durch die Josephinischen Reformen abgeschafft wurde. Später diente es als Hauptschule, heute steht an seiner Stelle die Rubeš-Schule.

Aus frühester Zeit, vom Ende des 13. Jahrhunderts, sind bis heute die quadratische Vorhalle an der Nordseite und der untere Teil des prismatischen Turms mit massivem Sattelportal an der Südwestecke erhalten. Der 51 Meter hohe Turm ist nicht nur eine Dominante der Stadt, sondern verbirgt auch eine der ältesten böhmischen Vilém-Glocken, gegossen in den 1430er Jahren, wahrscheinlich für das von den Hussiten zerstörte Vilém-Kloster. Im Jahre 1453 verkaufte sie der damalige Stadtbesitzer Mikuláš Trčka aus Lípa an die Stadt. Die beiden anderen Glocken sind jünger – St. Barbara von 1400 und St. Wenzel von 1542.

Auf dem Turm fallen drei tschechische und deutsche Ziffernblätter auf, die hier während der Reparatur der Kirche im Jahre 1881 angebracht wurden.Eine Seltenheit ist ein altes tschechisches Ziffernblatt, das in 24 Stunden unterteilt ist und vom Unteren Tor auf den Kirchturm übertragen und abgerissen wurde das 19. Jahrhundert. Bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts war der Kirchturm das Zuhause der Heroldsfamilie, die in einem kleinen Zimmer im obersten Stockwerk des Kirchturms wohnte. Seine Aufgabe war es, aufzupassen, dass es irgendwo in der Stadt kein Feuer gab, er kümmerte sich auch um die Glocken und zog die Turmuhr auf. Vom heute zugänglichen Turm hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung. In der Kirche finden römisch-katholische Gottesdienste statt.

Die Dekanatskirche war ursprünglich von einer Friedhofsmauer mit Eingangstor umgeben. Es war der Hauptfriedhof innerhalb der ummauerten mittelalterlichen Stadt. Bestattungen fanden dort bis 1784 statt, als der Friedhof durch die Josephinischen Reformen abgeschafft wurde. Erhalten sind die wertvollen Grabsteine ​​in der Außenmauer der Kirche aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Heute umgibt die Kirche ein Park, der an den Stadtpark Budoucnost anschließt.

Verantwortliche Person
Vorname: Dana
Familienname: Myšičková
Telefon: 569497109
Eine Dominante der Kirche bildet die grüne barocke Kuppel der Dekanatskirche und mächtiger gotischer Turm. Die Kirche steht nordöstlich des Havlíček-Platzes.
 
 


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